Rhabarber

Rhabarber – Unsere erste Ernte + Rezept

Veröffentlicht in: Rezepte, Selbstversorgung | 1

Im Frühling treibt der Rhabarber aus und wächst ganz schön schnell. Hier bei uns fängt er jetzt Ende April an zu blühen.
Die Rhabarberpflanze war schon da. Wir haben sie im Beet stehen lassen. Und weil wir jetzt massig davon ernten können, müssen wir uns überlegen, was wir alles tolles damit machen können. Denn bis jetzt hab ich nur Rhabarberkuchen gebacken.

Doch bevor wir Rezepte ausprobieren, schauen wir uns doch erst mal die Rhabarberpflanze an.
Rhabarber Pflanze
Rhabarber ist eine Pflanzengattung in der Familie der Knöterichgewächse, wie zum Beispiel der Buchweizen auch.
Es gibt ca. 60 Arten.
Im Garten gedeiht er auf nährstoffreichen und sogar sandigen Böden. Wichtig ist eine gleichbleibende Feuchte. Optimal wäre ein halbschattiges Plätzchen. Während der Hauptwachstumsphase von Mai bis Juni benötigt die Pflanze ausreichend Nährstoffe und Wasser.
Rhabarber ist eine beliebte Gemüsepflanze. Verwendung finden hauptsächlich die Stängel. Verarbeitet werden diese zu Kuchen, Marmelade, Kompott, Saft, Sirup uvm.
Ich selbst hab bis jetzt nur Erfahrung im Rhabarberkuchen backen. Daher bin ich sehr gespannt, weitere Dinge auszuprobieren.

Geerntet wird von Ende April bis Johanni (26. Juni). Danach sollte man ihn nicht mehr ernten, da die Oxalsäure im Rhabarber ansteigt.
Neben Oxalsäure enthalten die Rhabarberstangen einige tolle Inhaltsstoffe. Eisen, Kalium, Phosphor, Vitamin C und Ballststoffe.
Zu große Mengen Oxalsäure können gesundheitsschädlich sein. Daher empfiehlt sich nur der gelegentliche Genuss von Rhabarber.
In der Schale kommt eine ganze Menge Oxalsäure vor, daher ist es ratsam die Stängel vor dem Verarbeiten zu schälen. Außerdem minimiert sich der Gehalt der Oxalsäure durch Kochen oder Dämpfen.

Was kann man denn nun alles aus Rhabarber zaubern und wie kann ich ihn haltbar machen?

-Er lässt sich super einfrieren. Die Stängel einfach schälen, in Stücke schneiden und ab damit ins Gefrierfach. So kann man auch nach Johanni noch Rhabarber genießen.

-Man kann Rhabarber in sämtliche Leckereien verarbeiten, die auch lange haltbar sind. Zum Beispiel Marmelade, Kompott, Gelee, Chutney oder Sirup.

-Oder man kocht den Rhabarber in Stücke geschnitten einfach ein und kann ihn dann nach und nach aufbrauchen. Er lässt sich nämlich nicht nur zu Süßspeisen verarbeiten. Rhabarber gehört zum Gemüse. Man kann ihn auch super in herzhafte Gerichte integrieren.

Und nun geht´s in die Küche!

Rhabarber-Chutney:

Das Internet ist voll mit Rezepten. Ich hab etwas recherchiert und mich dann dazu entschieden, ein Rhabarber-Chutney auszuprobieren. Ich habe das Rezept etwas abgewandelt. Es ist sehr lecker geworden. Erinnert etwas an eine süß-sauer Soße vom Asiaten. Allerdings würde ich es so nicht mehr machen. Denn leider geht der Geschmack vom Rhabarber total unter.

Zutaten:

  • 1,5 kg Rhabarber
  • 3 Zwiebeln
  • 150g Rosinen
  • 3 TL Senfkörner
  • 20g frischen Ingwer
  • 1/2 TL gemahlene Nelke
  • 1/2 TL gemahlenen Kardamom
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2,5 TL Salz
  • etwas Pfeffer
  • 600ml Essig, ich habe Apfelessig genommen
  • 400g Zucker

Zubereitung:

Als erstes habe ich die Zwiebeln in Würfel geschnitten und angebraten, bis sie schön braun geworden sind. Dann habe ich die Rosinen und alle Gewürze (bis auf den Knoblauch. Der kommt erst ganz zum Schluss) dazu gegeben und das Ganze weiter angedünstet. Als nächstest kommt der Rhabarber. Die Stangen habe ich geschält und einfach in kleine Stücke geschnitten und zum Andünsten mit in den Topf gegeben. Nach ein paar Minuten andünsten lösche ich das Ganze mit dem Essig ab und gebe den Zucker dazu. Nun muss es noch etwas köcheln, damit der Zucker sich auflöst. Und ganz zum Schluss, wenn der Herd schon aus ist, kommt der Knoblauch dazu. Noch mal kräftig umrühren.

Fertig ist das Rhabarber-Chutney.

Nun kann man es frisch gekocht genießen. Wir haben es mit Reis gegessen. Oder man füllt es in saubere Schraubgläser ab und macht es so haltbar. Wichtig ist, dass die Schraubgläser wirklich sauber sind. Am besten noch mal mit kochend heißem Wasser ausspülen und darauf achten, dass die Deckel ganz sind und nicht verbogen. Das Rhabarber-Chutney heiß in die Gläser füllen und die Gläser auf den Kopf stellen, so lange bis sie abgekühlt sind. Nach dem Abkühlen unbedingt den Test machen, ob die Deckel sich festgezogen haben. Das merkt man in dem man oben drauf drückt. Der Deckel lässt sich nicht eindrücken.

Fazit zu diesem Rezept:

Es schmeckt wirklich sehr lecker! Was ich nur etwas schade finde, der Geschmack vom Rhabarber kommt überhaupt nicht raus. Ich schätze das liegt an dem Essig. Den würde ich beim nächsten Mal entweder komplett weglassen oder die Menge reduzieren. Ersetzen würde ich ihn mit Wasser.

Folge uns Alina:

Hi, ich bin Alina | Flechtwerkgestalterin | Naturmensch | Barfußfan | Kräuter & Pflanzenfreak | Fermentationsbegeistert | Sprossenverliebt | Umweltschützerin | | Du willst mehr erfahren? Dann schaue auf der "Über uns" Seite vorbei.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.