Unser Holzhaus

Das erste Jahr im Holzhaus – Das erste Jahr auf dem Land

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Vor ziemlich genau einem Jahr sind wir aufs Land gezogen, in unser wunderschönes Holzhaus in einem 100 Seelen Dorf.

Wie erging es uns in dem ersten Jahr? Haben wir uns eingelebt? Fühlen wir uns auf dem Land wohl? Fühlen wir uns in unserem Holzhaus wohl?

Das erste Jahr war voller Turbulenzen. Als wir in unser Holzhaus zogen, war ich im fünften Monat schwanger. Ich konnte nicht wirklich beim Umzug mithelfen und auch auf dem Hof und im Garten konnte ich nichts machen. Eine Schwangerschaft ist ziemlich anstrengend! Vor allem, wenn zwei Babys im Bauch sind. Ich musste außerdem eine riesen Kugel mit mir rumschleppen. Viel bewegen konnte ich mich irgendwann nicht mehr.

Holzhaus und Terasse
Unsere sonnige Terasse

Als die Babys dann da waren, verbrachten wir den ganzen Tag mit den zwei Kleinen. Sie brauchten sehr viel Aufmerksamkeit und es war und ist auch sehr anstrengend, zwei Babys gleichzeitig zu haben. So sind wir das ganze Jahr zu kaum etwas gekommen. Die Zwillinge sind jetzt fast 10 Monate alt und so langsam wird es besser. Die Beiden fangen an, sich miteinander zu beschäftigen, zu spielen und die Welt zu entdecken.

Wie ist es, in einem Holzhaus zu leben?

Die Atmosphäre ist wirklich wunderschön. Durch das Holz wirkt alles sehr warm und gemütlich. Das Raumklima ist sehr angenehm. Im Sommer bleibt es im Erdgeschoss schön kühl und im Winter wird es durch unseren Kachelofen wohlig warm. Auch die Luftfeuchtigkeit wird durch das arbeitende Holz wunderbar ausgeglichen.
Allerdings gibt es durch das arbeitende Holz auch ständig Knackgeräusche. Da musste ich mich erst total dran gewöhnen. Und allgemein ist unser Haus sehr hellhörig und man kann Geräusche schlecht einschätzen. Also woher sie kommen. Wenn der Wind auf der einen Seite eins der Fensterläden an die Hauswand knallen lässt, klingt es drinnen so, als würde es von der ganz anderen Seite kommen. Ganz seltsam.

Durch die Hellhörigkeit hört man alles. Wenn man oben ist und zum Beispiel telefoniert, dann hört man das unten ziemlich laut. Ich weiß nicht, ob das in anderen Holzhäusern auch so ist. Unser Haus ist schon über 20 Jahre alt und wir haben keine dicken Stämme als Wände, sondern glatte Holzbohlen. Vielleicht ist es da auch noch mal ganz anders, als in einem Holzhaus aus richtigen Holzstämmen.

Haufenweise Insekten, Spinnen, Krabbeltierchen

Das liegt wohl zum Einen allgemein daran, dass wir nun auf dem Land leben und es hier mehr Insekten als in der Stadt gibt und zum Anderen wird es daran liegen, dass die Insekten im Holz unseres Hauses viele Versteckmöglichkeiten haben. Vor allem im Herbst merkt man extrem, wie die Insekten ins Haus wollen, um hier zu überwintern. Spinnen, Wanzen und Marienkäfer trifft man hier sehr häufig. Außerdem gibt es jede Menge Mücken und Fliegen. Da wollen wir noch an jedes Fenster ein Fliegengitter anbringen.

Holzhaus Eingang
Die Haustür zu unserem Holzhaus

Wie pflegt man ein Holzhaus?

Von innen ist ein Holzhaus ziemlich pflegeleicht. Unser Haus wurde von innen nur einmal mit Leinöl eingelassen. Das ist nun schon fast 30 Jahre her. Ich glaube, es wurde 1991 gebaut, sicher weiß ich es gerade nicht. Seit dem wurde mit den Innenwänden nichts mehr gemacht und es ist auch nicht nötig. Nur um eine Stelle machen wir uns etwas Sorgen. Wenn es stark regnet kommt an einer Stelle Wasser ins Haus. Das Wasser drückt sich von außen durch ein Astloch. Uns wurde gesagt, dass so etwas ganz normal ist und überhaupt nicht schlimm ist. Aber etwas unwohl fühlen wir uns trotzdem, jedes Mal wenn es regnet. Deshalb wollen wir das vom Haus Hersteller abchecken lassen und das Astloch eventuell mit Holzkit oder ähnliches abdichten.

Die Außenwand muss regelmäßig gestrichen werden. Vor allem an den Wetterseiten. Die Vorbesitzerin hat das extra noch einmal gemacht. Ca. alle zwei Jahre sollte man das einmal machen. Das heißt nächstes Jahr müssen wir das in Angriff nehmen.

Haben wir uns eingelebt?

Mehr oder weniger schon. Wir fühlen uns in unserem Haus und in dem Dorf sehr wohl. Wir haben sehr nette Nachbarn und allgemein sind alle in dem Dorf sehr freundlich. Im Haus selbst müssen wir uns noch etwas einrichten. Es fehlen noch einige Details, wie zum Beispiel Lampen und Vorhänge. Kleinigkeiten also. Wir bereuen es auf jeden Fall nicht, uns dieses Haus gekauft zu haben und aufs Land gezogen zu sein. Es ist wirklich wunderschön und wir würden es jeder Zeit wieder tun.

Wir sind sehr gespannt, wie es hier auf unserem kleinen “Selbstversorger-Hof” weiter geht und was wir in den nächsten Jahren alles spannendes erleben werden.
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