1. Bärlauch – Essbare Wildkräuter

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Im ersten Teil geht es um: Bärlauch!

Bärlauch ist eine der ersten Frühjahrskräuter. Ich liebe ihn. Für mich gehört das Bärlauch sammeln jedes Jahr dazu und ich freue mich immer riesig darauf.

Bärlauch gehört zu den Lauchgewächsen und er hat auch den typisch knoblauchartigen, sehr intensiven, scharfen Geschmack. Er ist mehrjährig und wächst von April bis Mai. Jetzt ist also noch ein bisschen Zeit, ihn zu sammeln. Ich kenne zwei tolle Orte, wo ziemlich viel Bärlauch wächst. Der eine Ort in bei uns im Stadtpark. Da hat er richtig gewuchert. Schon wenn man in den Park hinein läuft riecht man den Bärlauch. Dort wächst er immer ziemlich schnell.
Der andere Ort ist außerhalb von Bamberg. In einem Wald. Dort wächst er viel langsamer und die Blätter sind immer viel kleiner als in der Stadt.

Die Blätter kann man von März bis April sammeln und z.B. zu Pesto verarbeiten. Man kann die Blätter aber auch im Salat essen, in Kräuterquark  oder Kräuterbutter oder einfach mit in Gemüsegerichte.
Die Blüten kommen langsam Ende April/ Mai.
Wenn die Blüten noch geschlossen sind, kann man sie sammeln und wie Kapern einlegen. Die weißen offenen Blüten kann man als essbare Dekoration für Salate oder andere Gerichte verwenden.
Im Juni, wenn der Bärlauch verblüht ist, kann man die Samen sammeln und trocknen und dann wie Pfeffer verwenden. Das habe ich noch nie ausprobiert. Mal schauen, vielleicht probiere ich das dieses Jahr mal aus.

Bärlauch wächst am liebsten in einer feuchten/ schattigen Lage, in Laub-, Bergmisch- und Auenwäldern bis in etwa 1000m Höhe. Er ist ein Bodenfruchtbarkeits- und Feuchtigkeitszeiger.
Die Blätter vom Bärlauch sind breit lanzettlich, ganzrandig und werden ca. 20cm lang. Der Stil wird bis zu 40cm lang und es entsteht ein kugeliger Blütenstand. Bärlauch blüht von April bis Mai. Die weißen Blüten bestehen meist aus 6 Blättern und der Blütenstängel ist kantig.

Achtung! Bitte sammel nur Wildkräuter wenn du sie zu 100% bestimmen kannst. Es gibt nämlich auch einige giftige Pflanzen bei uns, die man leicht verwechseln kann. Daher bitte immer achtsam sein und lieber die Finger davon lassen, wenn man sich nicht sicher ist.
Auch beim Bärlauch gibt es einige Verwechslungsgefahren. z.B. die Herbstzeitlose, die Maiglöckchen oder der Aronstab.
Alles giftige Pflanzen, die man nicht zu sich nehmen soll. Wenn du dir also nicht sicher bist, dann empfehle ich dir, an einer Kräuterwanderung teil zu nehmen. Diese werden oft über die Volkshochschulen angeboten.

Bärlauch hat natürlich auch eine Heilwirkung. Er ist zum Beispiel super für die Frühjahrs Entgiftungskur. Ihm wird nachgesagt, Schwermetalle auszuleiten. Ich finde das super. Denn in der heutigen Zeit, wo so viele Umweltgifte unterwegs sind, ist es wichtig auch darauf zu achten, dass man sie wieder los wird. Daher gehört Bärlauch für mich jedes Jahr dazu.
Außerdem wirkt Bärlauch blutdrucksenkend, blutreinigend, entzündungshemmend, harntreibend, schleimlösend und allgemein stärkend. Seine Inhaltsstoffe sind: Lauchöle, Alliine, Allicin, Flavonoide, Saponine, Polysaccharide, ätherisches Öl, 100g von der Frischpflanze enthalten 150mg Vitamin C, 340mg Kalium, 320 µg Mangan. Das ist natürlich kein Heilversprechen. Wenn du gesundheitliche Probleme hast, dann suche bitte einen Arzt oder Heilpraktiker auf.

Ich habe auch ein Video zum Bärlauch. Klicke hier, um direkt auf das YouTube-Video zu kommen.

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